Konkreter Einstieg in die Trassenplanung für den BBT – Nordzulauf Die DB Netz AG führt hierzu erste Erkundungsbohrungen im Inntal durch

Seit Ende 2017 werden 30 Erkundungsbohrungen im Inntal zwischen Kiefersfelden und Raubling vorbereitet. Nach der Klärung mit betroffenen Grundstückseigentümern finden diese Bohrungen im Lauf des Jahres 2018 statt.

Das den Gemeinden am 24.10.17 und dem Regionalforum am 25.10.17 vorgelegte Erkundungsprogramm erscheint wenig plausibel und ist so gestaltet, dass anhand von dessen Ergebnissen eine unvoreingenommene Trassenfindung nicht möglich ist.

 

Bohrpunkte gemäß DB Netze, geplant

Download zur Detailkarte Erkundungsbohrungen:

 

Detailkarte Bohrpunkte Erkundungsbohrungen

 

Die Inntal Gemeinschaft e.V. verlangt deshalb von der DB Netz AG erhebliche weitere Informationen, die mit Schreiben vom 8.11.17 den Planern bekannt gemacht worden sind und die unbedingt im formalen Planungsverfahren geklärt werden müssen.

Forderungskatalog, Anfrage der Inntalgemeinschaft vom 25.10.2017

Sehr geehrter Herr Gruber,

sehr geehrte Frau Volgger,

als Vorstand der Inntal Gemeinschaft e.V. erhebe ich folgende Einwendungen und stelle in der Folge Anträge.

Am 25.10.17 haben Sie im Regionalforum die aktuellen Unterlagen zum geologischen Erkundungsprogramm vorgelegt, das ab dem Jahr 2018 umgesetzt werden soll.

Anhand der ausgehändigten Unterlagen kann man sich keine plausible Vorstellung vom angewandten Konzept dieses Erkundungsprogramms machen. Die angekündigten Aufschlussbohrungen sollen aber Grundlage für eine Trassenfindung sein.

Wir gehen davon aus, dass sich das Erkundungsprogramm an der Regel des Eurocode 7 Kapitel 2.3. orientiert.

Deshalb fragen wir danach, warum die eingezeichneten Bohrpunkte so gewählt worden sind?

Mit welcher Begründung für jeden einzelnen Bohrpunkt ?

Wurden z.B. morphologische Geländesprünge bedacht ( Stichwort Tennisplatz Flintsbach )?

In Flintsbach ist eine einzige Bohrung am Wimmersee geplant, mit einem Höhenversatz von ca 20m zum Tennisplatz?

In Kapitel 2.3. EC7 wird auch gefordert, die Wirkung auf andere Bauwerke zu untersuchen: Hier z.B. die Öl-Pipeline. Welche Untersuchungen sind hier geplant?

Die Aufschlussbohrungen für die Trasse haben auch Aufschlüsse für „Schlüsselszenen“ wie Ingenieurbauwerke z.B. als Brücken zu geben?

Laut Ausschreibung sind 24 Bohrungen angesetzt?

Wer hat beschlossen, dass insgesamt 24 Bohrungen bzw. 30 Erkundungen für alle Trassenvarianten ausreichend sind?

Im vorgelegten Erkundungsprogramm sind 30 Erkundungspunkte vorgesehen, handelt es sich bei allen um Bohrungen?

Welche Bohrungen, in welchem Umfang, also Anzahl, Alter und Tiefe, werden aus vorhandenen Unterlagen herangezogen?

Welche Versuche wurden in Anlehnung an die jetzt durchzuführenden Bohrungen bei den alten Bohrungen ausgeführt?

Sind die zu erzielenden Ergebnisse vergleichbar?

2)

12 der insgesamt 24 Punkte befinden sich auf DB Eigentum. Für eine Aufschlussbohrung zur Trassenfindung legt diese Anzahl von 50 % den Verdacht nahe, dass es sich in Wahrheit nicht um eine offene allseitige Erkundung handelt, sondern dass eine Trassenplanung entlang der Bestandsstrecke intern bereits favorisiert ist?

Die Inntal Gemeinschaft e.V. fordert zur Plausibilität des vorgelegten Erkundungsprogramms:

Die Offenlegung des schriftlichen Untersuchungskonzepts zu den ausgeschriebenen Bohrleistungen.

Die Beschreibung, warum die Anzahl an Bohrpunkten für ausreichend erklärt wird.

Die Begründungen für die Auswahl der einzelnen Bohrpunkte.

Die Beantwortung der oben zitierten Fragen.

Wir gehen auch davon aus, dass alle unsere Fragen und Anträge wörtlich im kommenden Protokoll als Beitrag zur nächsten Tagesordnung zitiert werden.

Jetzt kommt es darauf an, dass inhaltliche Einwendungen zur Planung festgehalten werden. Wir haben nicht umsonst im Vorfeld diese Frage zu klären versucht.

Mit freundlichen Grüßen

Georg Dudek

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